Man lernt nie aus! - Im letzten Sommer brach in Portoroz ein junges schweizer Team zu ihrem Langzeittörn auf. Ich half dem Stefan bei den Vorbereitungen und staunte nicht schlecht, über deren sehr smartes Satelliten-Tracking.
Stefan hatte einen kleinen GARMIN inReach und das angebotene Preismodell für die Datennutzung kann sich absolut sehen lassen. Anders als das teure Satellitentelefon erlaubt das Gerät nur SMS-ähnliche Nachrichten abzusetzen. Doch das reicht um Hilfe zu holen oder kurz einen Status druchzugeben. Zudem kann man je nach Abonnament Wetterberichte zubuchen und die aktuelle Position wird getaktet übermittelt. Daheimgebliebene können absolut zeitnah den Kursverlauf auf einer Karte verfolgen.
Ich hab dann schnell den Ralf bei SVB angerufen und für den Sommertörn meines Sohnes auch solch ein inReach geordert!
Schon zu unserem Sabbatical 2001 kürten wir diesen Ausrüstungsgegenstand zum Gewinner unseres Törns. Es ist ein schweizer Präzisionsinstrument von der Firma Raeber, der Marine-Barograph. Wenn sein Alarm piepst und noch Segel oben sein sollten, wird es langsam Zeit sich mit dem Reffen zu beschäftigen.
Hier liegen wir in der Nähe der Telascica-Bucht und wettern eine Westfront mit angekündigten 54Kn Böen in den Spitzen ab. Glücklicherweise blieben die Winde unter 50 Kn.
Da die Bora ein thermischer Wind ist, kann ein bevorstehender Bora-Ausbruch auch durch solch ein Wunderinstrument nicht angezeigt werden. Aber das dürfte nur die Adria-Seglergemeinde interessieren, denn nur dort gibt es diese Bora oder 'Bura'.
Eine Papierrolle hält eine Saison. Sparfüchse können auch nach dem Törn die Batterie entfernen und so mit einer Rolle ein paar Reisen aufzeichnen. Früher justierte ich die Rolle Stundengenau ein, heute interessiert mich eigentlich eher die aktuelle Tendenz. Meine Firma vertrieb mal einen Barographen, der genau dies mit einer LCD-Anzeige umsetzte. Doch das schöne Holzgehäuse, den einstellbaren Alarm und den sehr präzisen Sensor des Marine-BArographen konnte mein neumodisches Instrument nicht vom Navtisch verjagen.
Wars das jetzt? Nein. - Was mir fehlt ist ein Barograph, der seine Daten in das NMEA-2000 Netzwerk einspeist und einen Datensatz für eine Alarmankündigung hat. Technisch wäre dafür alles vorhanden, also brauchen wir nur noch ein paar verregnete Hafentage.
Die verregneten Hafentage gab es bereits und jetzt sind Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Temperatur über NMEA2000 endlich auf dem Plotter.Was aber noch fehlt, ist ein Alarm. In der Raymarine-Welt gibt es diesen, doch noch fand ich von diesem keine Beschreibung. Sollte ich wirklich nichts finden, muss ich den Alarm eigenständig umsetzen.
Mit das Erste, daß mir bei den 390ern unangenehm auffiel, war die ekelhaft vergilbte Duschgarage. Aber ich will hier nicht rummeckern, sondern erstmal besser machen.
Ich entschied mich auf der letzten BOOT in Düsseldorf am Stand von Osculati für folgendes Produkt:
Das sieht doch schon besser aus oder?
Ein neues Loch sollte nicht gebohrt werden, also versuchte ich mit dem vorhandenen Ausschnitt klar zu kommen. Der Duschkopf ist übrigens aus sehr hochwertigem Metall gefertigt. Zuvor hatten wir bestimmt drei Mal den Plastikduschkopf gekauft, der sich nach ein paar Sommern meist auflöste.
Ein Handwerksbetrieb erhielt meine Ankerklappe und das Vorpiekluk um diese zu reproduzieren. Das Ergebnis war dermassen daneben, dass die Werft dem Betrieb den Auftrag entzog. - Die Beschläge konnten nicht mehr aufgefunden werden, also viel Ärger und wo bekommt man Ersatz?
Auf der boot'24 fand ich bei Toplicht den passenden Beschlag. Das Gegenstück ist noch in der alten, verchromten Färbung.
Super, für die Bugklappe werde ich auch gleich einen neuen Beschlag ordern!
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