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Informationen zur 390er

Ich denke das Bavaria 390 Prospekt mit der "Fahrenheit" kennt jeder von uns. Aus rechtlichen Gründen traue ich mich noch nicht das Prospekt einzuscannen und hier abzubilden. Ich warte noch auf eine Freigabe seitens Bavaria. Copyright-Verletzungen sind nicht ohne und wir wollen uns den Spaß an unseren Booten ja nicht durch Rechtsstreitigkeiten verderben.

Unter folgemdem Link findet man nicht nur von der 390er sehr gute Scans und Informationen vom Bavaria Verein der Niederlande: http://www.bavariaclub.nl/vloot/25

Die Geschichte der 390er hat einen sehr interessanten Hintergrund. Die Bavaria Bootswerft stellte ursprünglich Fenster her. In den 70er Jahren, begann man dann kleinere Segelboote wie beispielsweise die erfolgreiche Bavaria 707 zu bauen, von denen noch einige heute auf dem Chiemsee schwimmen. Doch die Bavaria Werft erwischte es wirtschaftlich hart und so geriet die oberfränkische Werft bei Würzburg in Schwierigkeiten. Doch einer der Bavaria Händler, hatte den genialen Einfall. Herr Meltl aus Rimsting am Chiemsee hatte dort einen Kaufladen und verlieh am See auch Segelboote an abenteuerhungrige Münchner. Genau dieser Herr Meltl stieg mit Kapital sowie guten Ideen mit bei Bavaria ein und die 390er sollte das erste Boot von Bavaria mit Hochseezulassung sein und nach der Pleite für einen Durchbruch auf dem Markt sorgen! Das Boot wurde vom Germanischen Loyd auch mit der Klasse 'A' zertifiziert und hatte (ich glaube) 1987 auf der Friedrichshafener Bootsmesse seine Prmierere. Für 150.000 DM erhielt man ein Boot, das auf den ersten Blick wie eine Swan oder Baltic aussah, doch keine 750.000 DM kostete. Eine feste Scheibe von Gebo war auch montiert, alles voller wertigem Teak, Bavaria glänzte durch einen sehr schiffigen und wertigen Holzinnenausbau. Das Boot wurde der Renner und Bavaria regelrecht aus der Hand gerissen. Kein halbes Jahr später, auf der darauf folgenden Bootsmesse in Düsseldorf, wurde die 390er dann für 100.000 DM mehr, also für 250.000 DM angeboten!

In damaligen Zeiten waren die Häfen noch kleiner und ein 39 Fuss Boot fühlte sich ungemein riesig an. Knapp über 170 Einheiten wurden meines Wissens von diesem Boot gebaut. Es wären vielleicht noch mehr geworden, doch die Form für den Bootsrumpf hielt zu der Zeit nur für gut 150 Boote. Die Stefanie, Yvonne & Sebastian und der Herr Pillen haben eine der letzen 390er, die mit den zwei großen Gebo Fenstern vorne im Salon.

Nicht nur die Bavaria 390 war ein Erfolg, sondern die Familien Herrmann und Meltl, ja das ganze Team der Bavaria Bootswerft schrieb damals Geschichte und avancierte zur größten Bootswerft für Freizeitboote Europas. Die Firma ermöglichte so zahlreichen Interessenten den preiswerten Einstieg in den Segelsport und zum Eignerglück. Selbst sogenannte Charterkauf Projekte sollten mit der Brechstange noch mehr Eigner anlocken, doch die Finanzämter erschwerten diese Kaufmodelle zunehmend. Dennoch war der Erfolg bahnbrechend und wenn man in Kroatien in eine Bucht kam, war es schwer eine andere Marke zu erspähen, als Bavaria.
Später sollten auch noch Motorboote hinzu kommen, doch will ich jetzt hier den Lesern nicht die Laune verderben.

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